Samstag, 11. Juni 2011

Meister der Lotosblüte - Teil 1 (Einleitung)



CABBE KettenschwingerCOILLAALUMIELAMCARETFUJISATOKIJIN
ZwergMenschElfZwergElfHalbling
KämpferKämpferinWizardKämpferWaldläuferinRäuber
LVL 1LVL 1LVL 1LVL 1LVL 1LVL1

Als Gruppe von engen Freunden wuchsen die Zwerge Cabbe und Amcaret, die Elfen Alumiel und Fujisa sowie der Halbling Tokijin und die Menschentochter Coilla in der blühenden Stadt Cerris auf, im gleichnamigen Herzogtum von Ia-Ard, auf.

In der Stadt, so weit im Norden von den Ebenen Kelenths, gilt es als die höchste Ehre für junge Talente ein Mitglied der Meister der Lotosblüte zu werden. Diese Meister leben in ihrer Enklave auf dem Hang über der Stadt und sind Könner auf den verschiedensten Gebieten: manche sind wissende Schriftgelehrte, andere begnadete Zauberer, Kämpfer oder Druiden, wieder andere haben eine perfekte Kontrolle über ihren Körper und Geist. 

Besondere Achtung erfahren diese Meister aber nicht  ihres Könnens, sondern auch deshalb, weil sie sich dem Dienst an den Menschen um sich verschrieben haben. 

Deshalb leben die Bewohner der Stadt Cerris auch schon seit über einem Jahrhundert in Frieden. Sie hören nur immer von den Heldentaten, die die Meister und deren Schüler anderswo vollbringen.

Eines Abends ist der junge Amcaret auf dem Weg zum abendlichen Treffpunkt der Freunde, als - wie aus dem Nichts - vor ihm eine Gestalt in einem einfachen Umhang erscheint und ihm den Weg versperrt.

Verblüfft bleibt Amcaret stehen und erkennt, als der Fremde seine Kapuze abnimmt, dass es sich um einen der Meister der Lotosblüte handeln muss. Noch bevor der Zwerg reagieren kann, spricht der Meister folgende Worte und verschwindet dann wieder, als wäre er nie dagewesen:

"Kommt Morgen in unsere Enklave - ich warte auf dich und deine Mitstreiter!"

Das ist die Gelegenheit für die Freunde und sie machen sich am nächsten Tag zu früher Stunde auf.

Die erste Prüfung

Sie erklimmen den Hügel über der Stadt und stehen vor den Toren der Enklave. Es ist klar, dass Magie bei der Erschaffung dieser Gebäude mit am Werk war.

Die Freunde müssen nicht lange warten, dann werden die schweren Holztore geöffnet und ein Mönch begrüßt sie und bittet sie einzutreten. 

Sie stehen auf einem großen Innenhof. Zu allen Seiten befinden sich Eingänge zu Räumen. Wer weiß, was dahinter ist? Schätze Bibliotheken? Vor den Eingängen wabert jedoch eine Art blaue Energie - wie sichtbar gemachte Elektrizität. In der Mitte des Platzes ist ein stiller Teich auf dem die schönsten Lotosblüten in allen Farben leuchten. Es scheint sogar, dass von ihnen ein innerer Schein ausgeht.

Das Warten wärt aber nicht lange, denn nun schreitet ein Mann, gekleidet in eine blaue Robe, auf euch zu. Sie durchqueren die blaue Energie ohne von ihr gehindert oder verletzt werden. 
Alle sind beeindruckt von der Präsenz des Mannes und Amcaret flüstert den anderen zu: "Das - das ist der Meister den ich getroffen habe!" 

Als sie näher kommen können sie die Züge des Mannes deutlich erkennen und sie lassen darauf schließen, dass er orkisches Blut in seinen Adern führt - wenn er auch auf den ersten Blick wie ein Mensch wirkt. Er trägt keinen Schmuck oder überflüssiges Gewand. Einen Moment mustert er die angetretenen jungen Leute alle, dann huscht ein Lächeln über seine Züge bevor er spricht:
"Ich freue mich, endlich eure Bekanntschaft zu machen! Schon so lange verfolge ich eure Taten, dass ich den Moment, euch persönlich zu sprechen kaum erwarten konnte! Damit wir uns kennenlernen: ich bin Meister Nurmen."

Zuerst geht er auf Amcaret zu und schüttelt dessen Hand, dann begrüßt er jeden Einzelnen.

Plötzlich klatscht der Meister in die Hände: "Nun, wir wollen ja nicht die ganze Zeit mit Geplauder verbringen. Wie wäre es, wenn ihr euer Können unter Beweis stellt. Bitte, stellt euch doch einmal Kampfbereit auf, damit ich sehen kann, ob ihr als Rekruten überhaupt würdig wäret!"
 
Zwei Gefolgsleute des Meisters weisen jeden der Freunde auf Plätze in einer Reihe mit je 15 Fuss Abstand zueinander. 

Unsicher, was jetzt kommt, ziehen die Freunde ihre mitgebrachten Waffen, denn Meister Nurmen lässt euch einfach ohne ein weiteres Wort stehen. Gerade Zeit genug, da erscheinen 6 Gestalten auf der anderen Seite des Teiches ... es sind herausgeputzte Krieger, bewaffnet mit einer großen Axt und einem Wurfspieß. Ihr erkennt, dass es Orks sind. 

Ein Gong ertönt, was die Orks wohl als Zeichen nehmen, den Kampf zu eröffnen. Am schnellsten reagiert der geschickte Tokijin und feuert einen Bolzen aus seiner Armbrust auf den Ork, der auf ihn zuläuft. Doch der Getroffene stolpert weiter und in einem wie abgesprochenen Manöver werfen die Orks ihre Speere auf die Helden.

Alumiel und der Tapfere Tokijin stürzen getroffen zu Boden. Das scheint kein Spaß zu sein. Geistesgegenwärtig lässt Fujisa einen Pfeil von der Sehne ihres Bogens schnellen und Cabbe bringt seine Kette in Schwung um seinen Angreifer abzuwehren.

Auf die beiden Verwundeten am Boden stürzen sich zwei Goblins, welche aber nicht Schaden wollen, sondern die Elfe und den Halbing zuerst vom Kampfplatz wegholen und dann mit heilender Energie die Blutung stillen, als wäre nichts ungewöhnliches passiert.

Mit Erfolg gelingt es Cabbe seinen Angreifer nicht nur abzuwehren, sondern auch niederzustrecken. Doch hat er nicht genug Zeit, sich auch noch um den zweiten Ork links von ihm zu kümmern, dessen Speer die grazile Alumiel aus dem Kampf ausgeschlossen hatte.

Coilla verschafft sich einen Überblick über das Kampfgeschehen und hält ihr Schwert bereit, welches auf ihren Gegner mit aller Wucht niederfährt. Amecaret schlägt sich ebenfalls tapfer und bekämpft in einem Schwung gleich mehrere Gegner.

Jedoch ist das Glück nicht mit den beiden Zwergen und sie fallen zwei gemeinen Hieben zum Opfer. Coilla mit ihrem Schwert und Fujisa mit ihrem Bogen halten die Stellung, doch die Übermacht treibt sie zur Verzweiflung.

Die Menschenkriegerin schafft es, sich aus dem Gemenge zu befreien und stürzt dann mit allem was sie hat in die Mitte der Feinde, wovon sie einen vernichtet, der andere aber sie niederstreckt.

Im gleichen Augenblick schießt Fujisa auf den Ork, welcher zu Boden sackt. Seltsamerweise beobachtet sie, dass er nicht liegenbleibt, sondern sich in Nebel verwandelt und auflöst. Der Letzte Ork stürmt nun auf sie zu. Wie Hase und Jäger kreisen sie umeinander, ohne jemals den anderen zu treffen, bis endlich die Axt des Orks trifft.

Plötzlich verschwindet der Ork und mit ihm auch alle Verletzungen der Freunde, die alle besiegt wurden. Meister Nurmen erscheint erneut. Ein zufriedener Ausdruck liegt auf seinem Gesicht. "Ihr habt alle meine Erwartungen erfüllt!"

... Fortsetzung folgt!

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